Erich Mühsam – Schriftsteller, Anarchist

Ein Freund des Dichters schrieb: “Wahrhaftig, wer ihn nicht kannte, hätte befürchten können, dass er sogleich eine Bombe aus der Tasche hätte ziehen und unter die Menge werfen würde. Wer ihn aber kannte, wusste, dass er der gütigste, hilfsbereiteste und dabei für seine Person selbstloseste Mann war, den man sich vorstellen konnte.“

Kindheit

Erich Mühsam wurde am 6. April 1878 als Sohn des Apothekers Siegfried Seligmann Mühsam und seiner Frau Rosalie in Berlin geboren. Seine Familie siedelt ein Jahr später in die Hansestadt Lübeck über. Nachdem Mühsam 1896 im „Lübecker Volksboten“ eine Glosse über den Direktor seines Gymnasiums veröffentlicht, wird er wegen „sozialistischer Umtriebe“ des Schule verwiesen.
1896 beendet er die Schule in Parchim mit Untersekunda .Auf Drängen seines Vaters beginnt Erich Mühsam eine bis 1899 andauernde Lehre als Apotheker und arbeitet bis zu seinem Umzug nach Berlin im Jahr 1900 als Apothekergehilfe in Lübeck und Blomberg/Lippe.

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Film: Die lange Hoffnung

Mit Clara Thalmann und Augustin Souchy in Spanien
Medienwerkstatt Freiburg/ZDF, BRD 1984, 90 Min.

Der Film beginnt, wo andere über die Geschichte des spanischen Bürgerkrieges enden: an der Grenze. Die Filmemacher begleiteten sechs Wochen lang Clara Thalmann und Augustin Souchy in die Gegend Kataloniens, wo beide zwischen 1936 und 1939 aktiv an den Kämpfen gegen Franco und an der Kollektivierung der anarchistischen CNT, „der einzigen sozialen Revolution von unten“ teilgenommen haben. Bauern, Tagelöhner, Handwerker und Arbeiter kollektivierten Landbesitz und Produktionsmittel. Es war keine blutige Staatsaktion, sondern eine Revolution, ausgelöst von Anarchosyndikalisten und ihrer Gewerkschaft CNT, die 1936 mit einer Million Mitglieder die bedeutende gesellschaftliche Kraft darstellte.

Clara und Augustin treffen sich zu dieser Reise zum ersten Mal seit 1937 wieder. Dazwischen liegen für beide Gefängnis, Exil, Kampf und Niederlagen, Alter und Krankheit. Und doch verkörpern beide ein Stück Kontinuität, lebendige Geschichte der anarchistischen Bewegung, die nichts gemein hat mit der Kurzlebigkeit vieler politischer Bewegungen der 80er Jahre.

So ist die Geschichte des Film’s im doppelten Sinne Geschichte: zwei alte KämpferInnen suchen die Stationen ihrer Vergangenheit, versuchen Wirklichkeit zu rekonstruieren und erleben Spanien, in dem diese Geschichte unterschlagen wird. In der offiziellen Geschichtsschreibung sowie bei den meisten Beteiligten wurde sie durch 40 Jahre Franco-Terror zum Schweigen gebracht.

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Unser Band-Tipp für das U&D Porta

Auf dem festivalkult! sind wir mit unserem Stand (Verkaufs- und Umsonsttisch) an der Bahndammbühne vertreten. Schaut mal vorbei und deckt euch mit Lesestoff ein!

Es wird auf dem „festivalkult!“ wieder einige politische Bands geben, u.a. empfehlen wir euch „The Movement“ aus Dänemark, die am Freitag Abend um 22.00 Uhr auf der Bahndammbühne spielen. Hier ein Video der Band:

Herzlichen Glückwunsch Pauline

Zu deinem 30. Geburtstag und zu deinem Geburtstags-Festival. Auf diesem bunten Festival gab es kaum ein Genre welches nicht vertreten war. Deshalb strömten auch hunderte Menschen von Alt bis Jung am Freitag und Samstag in die alte Pauline nach Detmold. Auch das [libertäre netzwerk lippe] war mit 2 Infotischen (einem Verkaufstisch mit Büchern, Broschüren, Zeitungen, Buttons, Aufnähern… und einem Umsonsttisch mit Aufklebern, Flyern, Broschüren, Zeitungen…) an beiden Tagen dabei. Wir haben interessante Gespräche geführt und einiges an Infos rausgehauen. Bis zum nächsten mal (auf einer unserer beiden Veranstaltungen im Juni und beim festivalkult! im Juli)!

ANARCHIE IN EUROPA // Vorträge

Spanien und Griechenland // gestern und heute

Mittwoch, 15. Juni 2011:
75 Jahre Spanische Revolution – „Geschichte wird gemacht“

Mittwoch, 22. Juni 2011:
Protektorat Griechenland – Krise + Widerstand + Repression

Die Veranstaltungen finden im Kulturzentrum „alte Pauline“ in Detmold statt. Sie beginnen beide um 19.30 Uhr

Genauere Informationen findet ihr hier: (mehr…)

The Coca Cola Case

Zur Geschichte des 1.Mai

Die Ursprünge des 1. Mai liegen in den USA. In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts kamen mit der Einwandererwelle aus Europa viele in ihrer Heimat verfolgte Sozialisten und Anarchisten in die USA. Sie spielten eine wichtige Rolle bei der Neuorganisation der nordamerikanischen Arbeiterbewegung. Einer der bekanntesten war der ehemalige SPD-Abgeordnete Johann Most, der sich mittlerweile dem Anarchismus zugewandt hatte. Die Anarchisten wollten damals wie heute eine Gesellschaft ohne Herrschaft des Menschen über den Menschen aufbauen. Vor allem in Chicago, einem der großen Industriezentren, wurden sie zur treibenden Kraft der Arbeiterbewegung. Viele Gewerkschaften und Zeitungen wurden von ihnen ins Leben gerufen.

Bereits in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden von Anarchisten und anderen Sozialisten die Forderung nach einem 8-Stunden-Tag in den USA erhoben. In einigen Bundesstaaten war der 8-Stunden-Tag sogar Gesetz, wurde in der Praxis jedoch nie realisiert. 1884 wurde die Forderung auf dem Allunionstag der Gewerkschaften erneut gestellt und eine landesweite Kampagne beschlossen. Durch eine großangelegte Streikoffensive und einen landesweiten Generalstreik am 1. Mai 1886 sollte die Forderung nach dem 8-Stunden-Tag endgültig durchgesetzt werden. Die Anarchisten wurden, wie ein Chronist der Arbeiterbewegung schrieb, zum Motor und der revolutionären Spitze der gesamten Bewegung. (mehr…)

ABSCHALTEN! SOFORT!

Dieses Extrablatt der „graswurzelrevolution“ bekommt ihr nächsten Montag von uns in Grohnde in die Hand gedrückt:

Der Treffpunkt für den SchwarzRoten Spaziergang zur Kundgebung am AKW ist um 12.00 Uhr am Bahnhof Emmerthal.

Anti-Atom-Demo in Detmold

Auf der heutigen (02.04.) Demo in Detmold waren mehr als 130 Menschen. Nach Fukushima war es der erste Spaziergang in Detmold, dementsprechend war es auch lauter und bunter als sonst. Es gab auch einen kleinen sozialrevolutionären Block mit zwei Transpis und schwarz-roten Fahnen. Dann bis nächsten Samstag in Lemgo.
Anti-Atom-Transpi-Detmold

250.000 gegen Atomkraft auf der Straße

Heute (26.03.) waren bundesweit über 250.000 Leute gegen Atomkraft auf der Straße. Neben den GroßDemos in Hamburg, Berlin, Köln und München gab es auch einige kleinere Demos (wie in Lemgo mit 100-150 Teilnehmer_innen) in anderen Städten.

HIER gehts zum Bericht mit Fotos und Video von anti-atom-owl.de

Anti-Atom-Transpi-Lemgo2

Unser „Anti-Atom-Transpi“ findet ihr in Zukunft häufiger bei Demo’s und Spaziergängen gegen Atomkraft. Wir sehen uns nächsten Samstag in Detmold bei den „schwarz-roten Fahnen“ und beim „giftgrünen Transpi“!!!