Archiv für Januar 2012

FAZ: Wer hat Angst vor Anarchismus?

Die Occupy-Bewegung hat es gezeigt: Viele der jüngst in den Blick geratenen sozialen Bewegungen sind durch anarchistische Ideen geprägt. Ist nach dem Scheitern des Sozialismus der Anarchismus die linke Utopie der Zukunft?

Von Uwe Ebbinghaus

Als der russische Wissenschaftler Timofey Pnin, die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Vladimir Nabokov, 1940 mit dem Schiff in den Vereinigten Staaten anlangt, wird ihm bei der Einreise eine ultimative Frage vorgelegt. Ob er Anarchist sei, will der Zollbeamte wissen. Pnin, aus einem Heimatland der Bewegung stammend, erkundigt sich beflissen, welche Form des Anarchismus gemeint sei – der „praktische, metaphysische, theoretische, mystische, abstrakte, individuelle oder der soziale“? In jungen Jahren habe das alles Bedeutung für ihn gehabt.

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2012 mit anarchistischen Vorsätzen auf Dresdner Straßen!

Als Anarchist*innen treten wir für eine Gesellschaft ohne Herrschaft und Gewalt des Menschen über den Menschen ein. Das schließt den Kampf gegen jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, physische und psychische Gewalt gegen Menschen und Diskriminierungen z. B. aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Aussehen, Sexualität ein.

Als Mitglieder verschiedener Kampforganisationen der lohnabhängigen Klasse sind wir bemüht, wirtschaftliche Gesetze für die Bevölkerung transparent zu machen, damit wir uns so in Theorie und Praxis zum Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung selbst ermächtigen können. Der Kampf gegen die Ideologien des Faschismus und der des Führerkultes Nationalsozialismus als schlimmste Formen menschenverachtenden Denkens stellt für uns daher eine Selbstverständlichkeit dar. Wir möchten mit diesem Aufruf dazu ermutigen, sich den Neo-Naziaufmärschen am 13. und 18. Februar in Dresden unter einem anarchistischen Blickwinkel in den Weg zu stellen.

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Alternative Buchläden in OWL

Die alternativen Buchläden sind ein wichtiger Teil unserer Infrastruktur. Wir finden dort Rat, wenn wir Literatur für unsere politische Arbeit suchen. Sie bieten uns einen Raum, ins Gespräch zu kommen und uns zu vernetzen. Sie helfen uns, unsere Positionen auch jenseits kommerzieller Verlagsstrukturen zu verbreiten. Kurz: Wir möchten sie nicht missen.

In Ostwestfalen-Lippe gibt es mit der Schließung des „Provinzbuchladens“ in Herford, wieder einen alternativen Buchladen weniger. Stattdessen machen sich immer mehr Mainstream-Buchläden wie „Thalia“ und die „Mayersche“ breit. „Gute Bücher gibt es nur noch im Internet!“ Nee, ein paar Alternativen gibt es noch:

Buchhandlung Eulenspiegel in Bielefeld
Buchhandlung mondo in Bielefeld
Eine kleinere Auswahl an alternativen Büchern gibt es noch bei:
Fechenbach Buchhandlung in Lage/Lippe
Buchhandlung Kafka & Co in Detmold/Lippe
Buchhandlung Regenwurm in Vlotho
Buchhandlung Bücherwurm in Minden