[lnl] gibt es leider schon lange nicht mehr! +++ „lemgo*alternativ“ gibt es aber immernoch!!!

Homepage des AFowl

Das Anarchistische Forum ostwestfalen-lippe hat jetzt auch eine eigene Homepage: http://afowl.noblogs.org

Für ein Anarchistisches Forum in Ostwestfalen-Lippe (AFOwl)

Derzeit befindet sich die Welt in einem Zustand sozialer, wirtschaftlicher und politischer Veränderungsprozesse, wie mindestens seit den 1960er Jahren, wahrscheinlich seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr erlebt wurden. In allen Regionen der Welt begehren Menschen auf, kämpfen
gegen ihre Unterdrücker_innen und für ein freies, selbstbestimmtes Leben frei von materieller Not, Ausbeutung und Unterdrückung. Um diese Ziele zu erreichen, ist die Überwindung der herrschenden, kapitalistischen Gesellschaftsordnung keine Option, sondern eine zwingende Notwendigkeit.

Wir als Anarchist_innen sind der Meinung, dass es diese Zeit der Umwälzung produktiv zu nutzen gilt, um unserem Ziel einer herrschaftsfreien Gesellschaftsordnung näher zu kommen. Daher gilt es für uns, den Blick nicht nur auf ferne Länder zu richten, sondern auch vor Ort aktiv zu werden. Dieser Aufgabe hat sich das anarchistische Forum OWL das letzte Jahr über gestellt. Nach der Winterpause ist es nun Zeit, die Initiative neu zu starten und ihr neuen Schwung zu verleihen.

Mögliche Ziele und Tätigkeitsfelder für das Anarchistische Forum könnten u.a. sein:

1. Verbreitung anarchistischer Ideen
2. Organisierung und Vernetzung libertär/anarchistisch denkender Menschen in OWL und Umgebung, über Szenegrenzen hinweg
3. Erprobung anarchistischer Lebens- und Wirtschaftsformen in Theorie und Praxis
4. Beteiligung an aktuellen sozialen Kämpfen, um eine anarchistische Gesellschaftsordnung aufzubauen
5. Aufbau einer verlässlichen Anlaufstelle für freiheitlich denkende Menschen in der Region
6. Alles, was Ihr draus macht. Das Anarchistische Forum ist explizit als offene Plattform gedacht!

In diesem Sinne rufen wir dazu auf, zum

Neustarttreffen am 23.02.2013, um 14.00 in die Bürgerwache Bielefeld, Siegfriedplatz, R 102

zu kommen, um die Arbeit des Forums mitzugestalten und Gleichgesinnte kennenzulernen. Jeder Mensch und jede Idee, die mit den eingangs
formulierten Prinzipien im Einklang steht, sind willkommen!

Für eine Gesellschaft der Freiheit, des Friedens und der Gerechtigkeit!

Für die Anarchie!

Kontakt: atreffen-owl@lists.riseup.net

Kaputt durch Arbeit

kaputtdurcharbeit

Kaputt durch Abeit

Wie der Kapitalismus Körper, Geist und Seele zerstört

Burnout und Rückenbeschwerden, steigende seelische und körperliche Belastungen und Krankheiten sind allgegenwärtig, werden wahrgenommen und in den Medien besprochen. Aber woher kommen diese “neuen“ Zivilisationskrankheiten, welche Ursachen bestehen zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und persönlicher Entwicklung? Sind es z.B. ständig steigende Leistungsanforderungen am Arbeitsplatz, in der Schule, der Universität? Sind es Angst vor „Versagen“, Arbeitslosigkeit oder gesellschaftlichem Abstieg, die uns jede Kröte schlucken lassen, uns vereinzeln und damit eine „Augen-zu-und-durch-Mentalität“ entstehen lassen? Wo bleibt da noch Raum für Mitgefühl und Solidarität für Andere? Und inwieweit hängen gesellschaftliche Veränderungen mit der Entwicklung unseres Gehirns zusammen. Können wir rasanten gesellschaftlichen Veränderungen noch folgen?

Wie sehe ich mich in der Welt, welche Identität, welche Beziehungen zu anderen, zur „Gesellschaft“ habe ich? Arbeitslosen wird immer wieder gebetsmühlenartig eingeredet, sie seien selbst schuld an ihrer Arbeitslosigkeit. Das Selbstvertrauen und die psychische Verfassung werden durch Schuldzuweisungen geschwächt. Irgendwann glaubst du selber, dass du in diese Situation selber verschuldet hast. Du fühlst dich überflüssig, keiner braucht dich mehr, niemand hält zu dir. Kraft und Energie, den Anforderungen zu widerstehen, hast du nicht mehr. Und wieso schaffen es trotzdem immer wieder einige, sich zu wehren, sich zu organisieren, Widerstand zu leisten?
Antworten auf diese u.a. Fragen versuchen der Neuropsychologe B.Wiebel und die Psychologin A.Pilenko zu geben. Sie gehen davon aus, dass unsere kapitalistische Produktions- und Lebensweise massive psychosoziale Auswirkungen hat. Ausgehend vom Zusammenhang zwischen Gesellschaftsentwicklung und Gehirnentwicklung veranschaulichen sie, wie die Veränderung gesellschaftlicher Arbeits- und Lebensprozesse die menschliche Psyche und die ihr zu Grunde liegenden Gehirnstrukturen formt.

Burkhard Wiebel und Alisha Pilenko schrieben den Aufsatz „Gehirn und Gesellschaft – Mechanismen neoliberaler Dekonstruktion“, der im Sammelband B.Wiebel / A.Pilenko / G.Nintemann (Hg.), Mechanismen psycho-sozialer Zerstörung . Neoliberales Herrschaftsdenken, Stressfaktoren der Prekarität, Widerstand, Hamburg 2011, erschienen ist.

Freitag, 1. Februar 2013, 19.30 Uhr in der Bürgerwache Bielefeld, Siegfriedplatz in der Reihe „Schwarzer Freitag“

Veranstalter:
FAU Bielefeld – Hartz4-Betroffene-Herford – [libertäres netzwerk lippe]

umFAIRteilen? So ein Quatsch!

Stellungnahme des Anarchistischen Vernetzungstreffens für Ostwestfalen-Lippe (A-Treffen OWL) zur Kampagne „umFAIRteilen“

Beim A-Treffen am 22.09. wurde auch die von attac, campact und anderen Gruppen organisierte Kampagne „umFAIRteilen“, die für eine höhere Besteuerung großer Vermögen eintritt, diskutiert. Dabei wurde folgende Stellungnahme beschlossen:
1. Die Zielsetzung der Kampagne (höhere Steuern) trägt nichts dazu bei, das grundlegende Problem unserer Gesellschaft zu überwinden: Der Kapitalismus ist nicht der Patient, sondern die Krankheit! Die geforderte „Umverteilung von oben nach unten“ wäre lediglich ein weiteres herumdoktern an den Symptomen dieser Krankheit.
2. An der Kampagne beteiligen sich mit den DGB-Gewerkschaften, der SPD und den Grünen auch Parteien und Organisationen, die maßgeblich an der Verschärfung der sozialen Ungleichheit in den letzten Jahren, z.B, durch die Hartz-Reformen, beteiligt waren. Die Annahme, dass diese Gruppierungen plötzlich an einer Verringerung sozialer Ungleichheit interessiert sind, kann nur als naiv betrachtet werden.
3. Das der Kampagne zugrunde liegende Politikverständnis ist ein aristokratisches, bei dem die Kampagne in der Rolle des Bittstellers auftritt, der untertänigst Bitten an den Staat formuliert. Das A-Treffen steht hingegen für basisdemokratische Selbstorganisierung von Unten sowie für Menschen, die Forderungen selbstbewusst formulieren und in direkter Aktion selbstbestimmt durchsetzen.
Aus diesen Gründen lehnt es das A-Treffen OWL ab, sich an der Kampagne zu beteiligen und rät auch anderen Gruppen von einer Beteiligung ab.
Bielefeld, den 22.09.2012

Rudolf Rocker – Buchbinder und Anarchist

[lnl]-Stand auf dem festivalkult! in Porta

Am ersten August Wochenende ist es wieder soweit. Das „umsonst & draussen“ Festival in Porta Westfalica – Veltheim steht an. Auf dem festivalkult! werden wir wieder mit einem Stand vertreten sein. Diesmal mit einem UMSONSTTISCH (mit kostenlosen Zeitungen, Zeitschriften, Broschüren und Flyern). Jetzt muss nur noch das Wetter besser werden! Wir sehen uns auf den Weserwiesen!

[lnl]-Stand auf dem Anti-Atom-Hoffest

Auf dem 3. Anti-Atom-Hoffest sind wir mit 2 Infotischen dabei. Einen Verkaufstisch mit Büchern, Zeitungen, Broschüren, Buttons, CDs, Aufnähern und einem Umsonsttisch mit vielen Flyern und Zeitungen zu allen möglichen Themen. Kommt vorbei, feiert mit, deckt euch mit Infos ein, zettelt Diskussionen an,…!

(Anfahrtsbeschreibung)

1. Mai in Bielefeld

So um die 50 Menschen kamen in Bielefeld zum „libertärem Block“ innerhalb der DGB-Demo! Wie vor 4 Jahren ging der Block aber nicht unter, da er lauter und bunter war als der große DGB-Block. Das anschließende Hoffest wurde auch sehr gut angenommen, es waren zeitweise mehr Menschen da als auf der Demo. Bis zum nächsten mal. (Think global! Act local!)

…und Veranstaltungen im April in Lemgo und Bielefeld:

plakat

Aufruf zur Demonstration: „Heraus zum 1.Mai!“ – Beteiligt Euch (an der Demonstration des DGB)!

Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiter_innenklasse entstand im 19. Jahrhundert infolge der Kämpfe um den 8- Stunden-Tag, als mehrere hunderttausende am 1. Mai 1886 in den USA streikten. Am 3. Mai 1886 wurde eine Demonstration in Chicago von Polizisten niedergeschlagen, zwei Arbeiter wurden dabei getötet. Infolgedessen gab es weitere Demonstrationen bei denen eine Bombe explodierte, wodurch sieben Polizisten getötet und weitere Polizist_innen und Demonstrant_innen verletzt wurden. Als Reaktion darauf gab es Verhaftungswellen, Zeitungs- und Versammlungsverbote, sowie weitere Repression gegen die anarchistisch geprägte Arbeiter_innenbewegung. Letztendlich wurde gegen acht Anarchisten Anklage erhoben, die Bombe geworfen zu haben, obwohl sie nachweislich nicht „schuldig“ waren. Vier von ihnen (August Spieß, Adolf Fischer, Georg Engel und Albert Pasons) wurden am 11. November 1887 vom Staat hingerichtet.
Zwei Jahre nach der Hinrichtung der Anarchisten, wurde der 1.Mai von der 2. Internationalen als Kampftag der Arbeiter_innenbewegung ausgerufen. Am 1. Mai 1886 begann in Chicago (Illinois, USA) ein mehrtägiger, von anarchistischen Arbeiter_innen organisierter Streik, um die tägliche Arbeitszeit von 12 auf 8 Stunden herabzusetzen.

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Kritik und Utopie der Arbeit

Michael Halfbrodt referierte Gestern vor über 30 Menschen über die „Kritik und Utopie der Arbeit“. Der Vortrag ging etwa eine Stunde und im Anschluss wurde noch 1,5 Stunden diskutiert. Es war eine gelungene Veranstaltung und wir freuen uns schon auf die nächste.

Die libertäre Perspektive (Fourier, Kropotkin, Bonanno)

Während Marxisten und andere sozialistische Strömungen von einem unaufhebbaren „Reich der Notwendigkeit“ ausgehen, also der Vorstellung, dass Arbeit als Zwang und Entfremdung sich nicht beseitigen, sondern nur auf ein Minimum reduzieren lässt, haben Anarchist*inn*en immer darauf bestanden, dass das „Reich der Freiheit“ unteilbar ist, dass Arbeit verschwinden und einer umfassenden, selbstbestimmten Auseinandersetzung des Menschen mit sich, seinesgleichen und der Natur weichen wird.

Veranstaltung mit Michael Halfbrodt von der FAU Bielefeld

Am Dienstag den 17. April 2012, 20.00 Uhr, in der Laubke, Alte Schule im Kleinen Schratweg 46b in Lemgo

Veranstalter*innen: attac Lemgo und [libertäres netzwerk lippe]

Plakat/Flyer: kritikundutopiederarbeit

Homepage: www.arbeitskritik.tk

+ Infostand mit Büchern, Zeitungen, Buttons…

Neben dieser Veranstaltung finden in Bielefeld noch weitere Veranstaltungen zum „Tag der Arbeit“ statt. Darüberhinaus gibt es auf der diesjährigen 1. Mai Demo in Bielefeld einen unabhängigen schwarz-roten Block. Mehr Informationen gibt es HIER.