1. Mai in Bielefeld

So um die 50 Menschen kamen in Bielefeld zum „libertärem Block“ innerhalb der DGB-Demo! Wie vor 4 Jahren ging der Block aber nicht unter, da er lauter und bunter war als der große DGB-Block. Das anschließende Hoffest wurde auch sehr gut angenommen, es waren zeitweise mehr Menschen da als auf der Demo. Bis zum nächsten mal. (Think global! Act local!)

…und Veranstaltungen im April in Lemgo und Bielefeld:

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Aufruf zur Demonstration: „Heraus zum 1.Mai!“ – Beteiligt Euch (an der Demonstration des DGB)!

Der 1. Mai als Kampftag der Arbeiter_innenklasse entstand im 19. Jahrhundert infolge der Kämpfe um den 8- Stunden-Tag, als mehrere hunderttausende am 1. Mai 1886 in den USA streikten. Am 3. Mai 1886 wurde eine Demonstration in Chicago von Polizisten niedergeschlagen, zwei Arbeiter wurden dabei getötet. Infolgedessen gab es weitere Demonstrationen bei denen eine Bombe explodierte, wodurch sieben Polizisten getötet und weitere Polizist_innen und Demonstrant_innen verletzt wurden. Als Reaktion darauf gab es Verhaftungswellen, Zeitungs- und Versammlungsverbote, sowie weitere Repression gegen die anarchistisch geprägte Arbeiter_innenbewegung. Letztendlich wurde gegen acht Anarchisten Anklage erhoben, die Bombe geworfen zu haben, obwohl sie nachweislich nicht „schuldig“ waren. Vier von ihnen (August Spieß, Adolf Fischer, Georg Engel und Albert Pasons) wurden am 11. November 1887 vom Staat hingerichtet.
Zwei Jahre nach der Hinrichtung der Anarchisten, wurde der 1.Mai von der 2. Internationalen als Kampftag der Arbeiter_innenbewegung ausgerufen. Am 1. Mai 1886 begann in Chicago (Illinois, USA) ein mehrtägiger, von anarchistischen Arbeiter_innen organisierter Streik, um die tägliche Arbeitszeit von 12 auf 8 Stunden herabzusetzen.

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Kritik und Utopie der Arbeit

Michael Halfbrodt referierte Gestern vor über 30 Menschen über die „Kritik und Utopie der Arbeit“. Der Vortrag ging etwa eine Stunde und im Anschluss wurde noch 1,5 Stunden diskutiert. Es war eine gelungene Veranstaltung und wir freuen uns schon auf die nächste.

Die libertäre Perspektive (Fourier, Kropotkin, Bonanno)

Während Marxisten und andere sozialistische Strömungen von einem unaufhebbaren „Reich der Notwendigkeit“ ausgehen, also der Vorstellung, dass Arbeit als Zwang und Entfremdung sich nicht beseitigen, sondern nur auf ein Minimum reduzieren lässt, haben Anarchist*inn*en immer darauf bestanden, dass das „Reich der Freiheit“ unteilbar ist, dass Arbeit verschwinden und einer umfassenden, selbstbestimmten Auseinandersetzung des Menschen mit sich, seinesgleichen und der Natur weichen wird.

Veranstaltung mit Michael Halfbrodt von der FAU Bielefeld

Am Dienstag den 17. April 2012, 20.00 Uhr, in der Laubke, Alte Schule im Kleinen Schratweg 46b in Lemgo

Veranstalter*innen: attac Lemgo und [libertäres netzwerk lippe]

Plakat/Flyer: kritikundutopiederarbeit

Homepage: www.arbeitskritik.tk

+ Infostand mit Büchern, Zeitungen, Buttons…

Neben dieser Veranstaltung finden in Bielefeld noch weitere Veranstaltungen zum „Tag der Arbeit“ statt. Darüberhinaus gibt es auf der diesjährigen 1. Mai Demo in Bielefeld einen unabhängigen schwarz-roten Block. Mehr Informationen gibt es HIER.

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Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus

Europa und die Europäische Union (EU) befinden sich im Ausnahmezustand. Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit dieser Katastrophenrhetorik werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die EU, ihre Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten setzen auf mehr “Wettbewerb” und einen brutalen Sparkurs, um das “Vertrauen” und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Genau damit aber bestätigen sie die destruktive Logik des Kapitalismus. Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von privatem Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

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lemgo*alternativ online!

Mit „lemgo*alternativ“ gibt es jetzt ein neues Infoportal für Lemgo und Umgebung.

Das Infoportal ist ein Kooperationsprojekt des [libertären netzwerk lippe]. Daher gibt es in Zukunft alle Nachrichten, Termine usw. dort. Unsere Seite veröffentlicht in Zukunft nur noch Berichte des [libertären netzwerk lippe] und zeitlose Artikel.
Viel Spaß mit der neuen Seite wünscht das [lnl].

…und jetzt nix wie hin zu www.lemgo-alternativ.tk

Uranindustrie stilllegen – Uranabbau, Urananreicherung und Brennelementefertigung stoppen

Abschlusserklärung der Internationalen Urankonferenz Münster

200 AtomkraftgegnerInnen aus dem Niger, Russland, Frankreich, Polen, der Türkei, den Niederlanden und Deutschland haben sich am 4. Februar 2012 in Münster zu einer Internationalen Urankonferenz getroffen. Im Mittelpunkt der Urankonferenz stand die Forderung, die internationale Uranindustrie stillzulegen und den weltweiten Uranabbau, die Urananreicherung sowie die Brennelementefertigung zu stoppen. Die Urankonferenz wurde von einem internationalen Trägerkreis aus 35 Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbänden getragen und ist eine der bundesweit größten Konferenzen dieser Art seit Jahren.

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FAZ: Wer hat Angst vor Anarchismus?

Die Occupy-Bewegung hat es gezeigt: Viele der jüngst in den Blick geratenen sozialen Bewegungen sind durch anarchistische Ideen geprägt. Ist nach dem Scheitern des Sozialismus der Anarchismus die linke Utopie der Zukunft?

Von Uwe Ebbinghaus

Als der russische Wissenschaftler Timofey Pnin, die Hauptfigur des gleichnamigen Romans von Vladimir Nabokov, 1940 mit dem Schiff in den Vereinigten Staaten anlangt, wird ihm bei der Einreise eine ultimative Frage vorgelegt. Ob er Anarchist sei, will der Zollbeamte wissen. Pnin, aus einem Heimatland der Bewegung stammend, erkundigt sich beflissen, welche Form des Anarchismus gemeint sei – der „praktische, metaphysische, theoretische, mystische, abstrakte, individuelle oder der soziale“? In jungen Jahren habe das alles Bedeutung für ihn gehabt.

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2012 mit anarchistischen Vorsätzen auf Dresdner Straßen!

Als Anarchist*innen treten wir für eine Gesellschaft ohne Herrschaft und Gewalt des Menschen über den Menschen ein. Das schließt den Kampf gegen jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, physische und psychische Gewalt gegen Menschen und Diskriminierungen z. B. aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Aussehen, Sexualität ein.

Als Mitglieder verschiedener Kampforganisationen der lohnabhängigen Klasse sind wir bemüht, wirtschaftliche Gesetze für die Bevölkerung transparent zu machen, damit wir uns so in Theorie und Praxis zum Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung selbst ermächtigen können. Der Kampf gegen die Ideologien des Faschismus und der des Führerkultes Nationalsozialismus als schlimmste Formen menschenverachtenden Denkens stellt für uns daher eine Selbstverständlichkeit dar. Wir möchten mit diesem Aufruf dazu ermutigen, sich den Neo-Naziaufmärschen am 13. und 18. Februar in Dresden unter einem anarchistischen Blickwinkel in den Weg zu stellen.

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Alternative Buchläden in OWL

Die alternativen Buchläden sind ein wichtiger Teil unserer Infrastruktur. Wir finden dort Rat, wenn wir Literatur für unsere politische Arbeit suchen. Sie bieten uns einen Raum, ins Gespräch zu kommen und uns zu vernetzen. Sie helfen uns, unsere Positionen auch jenseits kommerzieller Verlagsstrukturen zu verbreiten. Kurz: Wir möchten sie nicht missen.

In Ostwestfalen-Lippe gibt es mit der Schließung des „Provinzbuchladens“ in Herford, wieder einen alternativen Buchladen weniger. Stattdessen machen sich immer mehr Mainstream-Buchläden wie „Thalia“ und die „Mayersche“ breit. „Gute Bücher gibt es nur noch im Internet!“ Nee, ein paar Alternativen gibt es noch:

Buchhandlung Eulenspiegel in Bielefeld
Buchhandlung mondo in Bielefeld
Eine kleinere Auswahl an alternativen Büchern gibt es noch bei:
Fechenbach Buchhandlung in Lage/Lippe
Buchhandlung Kafka & Co in Detmold/Lippe
Buchhandlung Regenwurm in Vlotho
Buchhandlung Bücherwurm in Minden

Kommt gut rein…

2012

ANAR CHIE! – Flyer